Faltenbehandlung: Risiken, Komplikationen und Heilung

Faltenbehandlung

Allgemeine Risiken einer Faltenbehandlung

Risiken bergen vor allem körperfremde Füllmaterialien. So kann es bei der Verwendung von Kollagen in etwa drei Prozent aller Fälle zu allergischen Reaktionen und Knotenbildungen kommen. Auch bei der Verwendung von Hyaluronsäure sind diese Probleme nicht vollständig auszuschließen. Zur Verminderung der Allergierisiken sollten Sie unbedingt vor dem Eingriff einen Allergietest durchführen lassen. Oft kann dies Ihr behandelnder Arzt mit einer Testinjektion des gewählten Materials übernehmen.

Mögliche Komplikationen einer Faltenbehandlung

Fast immer treten nach der Faltenbehandlung lokale Schwellungen auf. Auch Blutergüsse und Schmerzen zählen zu den normalen Komplikationen des Eingriffs. Diese direkten Folgen der medizinischen Faltenbeseitigung sind jedoch zeitlich begrenzt und sollten bereits nach wenigen Tagen abgeklungen sein. Wegen dieser Nebenwirkungen kann es je nach behandelter Hautregion einige Tage dauern, bis Sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen und zur Arbeit gehen können.

Schwerwiegende Komplikationen sind bei Verwendung gängiger Füllmaterialien selten und gehen in der Regel auf nicht fachgerechte Ausführung der Faltenbehandlung zurück. In diesen Fällen kann es zu Verletzungen der umgebenden Blutgefäße und Nervenbahnen kommen. Bei der Behandlung mit Eigenfett besteht zusätzlich die Gefahr einer Fettembolie, wenn das Material in die Blutbahn gelangt sein sollte. Auch Durchblutungsstörungen sind möglich.

Seit einiger Zeit haben Sie die Möglichkeit, sich bei auftretenden Komplikationen mit unterschiedlichen Füllmaterialien direkt mit der GÄCD in Verbindung zu setzen und Ihre konkreten Probleme zu melden. Spezialisten des eigens eingerichteten Portals beantworten über die "Filler Welt" Ihre individuellen Fragen. Diese Maßnahme wird von der Ärztevereinigung als Qualitätssicherung verstanden und soll für künftige Patienten zusätzliche Sicherheit beim Einsatz der jeweiligen Füllmaterialien bringen.

Spezifische Risiken der Faltenbehandlung mit Botulinumtoxin

"Botox" gilt in seiner natürlichen Form als eines der potentesten Gifte. Mögliche Risiken und Komplikationen bei der Faltenbehandlung mit diesem Material sind deutlich schwerwiegender als bei der Verwendung körpereigener Stoffe. Sehstörungen, Sprachstörungen, Schluckbeschwerden, unerwünschte Gesichtslähmungen, Kopfschmerzen und entstellende Gesichtszüge können Folgen nicht sachgerechter Anwendung sein.

Ästhetische Chirurgen beobachten zunehmend ein Negativimage des Hilfsmittels Botulinumtoxin wegen dieser Gefahr erheblicher gesundheitlicher Beeinträchtigungen. Um einen sachlichen Umgang mit dem Mittel zu sichern, das auch zur Behandlung schwerwiegender Erkrankungen eingesetzt wird, haben Fachärztevereinigungen eine Aufklärungskampagne gestartet. Wenn Ihnen heute Vokabeln wie "Botulinumprotein" oder "Botulinum" begegnen, ist dies auf diese Kampagne zurückzuführen. Das bezeichnete Mittel und seine Risiken sind identisch mit dem bekannten "Botox" oder "Botulinumtoxin".

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